Am 21. September 2026 hielten auf den Schwerverkehr spezialisierte Einsatzkräfte der Kantonspolizei Wallis einen in Rumänien immatrikulierten Reisebus an. Dessen Lenker beförderte im Rahmen einer unerlaubten Kabotage rund ein Dutzend Touristen.
Am Montag, 21. September 2026, kurz vor 8.30 Uhr, hielten die auf die Überwachung des nationalen und internationalen Schwerverkehrs spezialisierten Einsatzkräfte in St-Maurice einen in Rumänien immatrikulierten Reisebus an.
Die Kontrolle ergab, dass der 43-jährige rumänische Lenker rund ein Dutzend ausländischer Touristen innerhalb der Schweiz beförderte und damit einen Binnentransport durchführte. Die Reisenden konnten ihre Reise mit einem Fahrzeug eines lokalen Transportunternehmens fortsetzen.
Der Lenker und sein Auftraggeber wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt angezeigt. Sie mussten eine Busse von mehreren Tausend Franken bezahlen.
Neunter Fall von AdBlue-Betrug in diesem Jahr
Zwischen Ende Juli und Ende August 2026 wurden in St-Maurice und Gondo drei Fahrzeuge mit manipulierten Abgasreinigungssystemen angehalten. In allen drei Fällen ermöglichten die Veränderungen, die ordnungsgemässe Funktion der zur Reduzierung von Schadstoffemissionen vorgesehenen Systeme zu umgehen.
Im Rahmen der Kontrollen des regionalen, nationalen und internationalen Verkehrs überprüften Mitarbeitende des Schwerverkehrskompetenzzentrums am Mittwoch, 23. September 2026, kurz vor 10.15 Uhr, eine in Portugal immatrikulierte Fahrzeugkombination, die von einem 42-jährigen brasilianischen Staatsangehörigen gelenkt wurde. Die technischen Überprüfungen ergaben Manipulationen an den elektronischen Systemen des Motors und der Abgasnachbehandlung.
Der Lenker sowie der Verantwortliche des Unternehmens wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt angezeigt. Die ausgesprochenen Sanktionen belaufen sich insgesamt auf knapp 10’000 Franken. Vor der Weiterfahrt musste das Fahrzeug zudem wieder vorschriftsgemäss instandgesetzt werden.
Dreissigstes Raserdelikt im Wallis
Am Mittwoch, 30. September 2026, kurz vor 9.20 Uhr wurde ein Automobilist mit einer Geschwindigkeit von 149 km/h statt der erlaubten 80 km/h registriert. Die Geschwindigkeitskontrolle erfolgte im Baustellenbereich der Rhoneautobahn A9 zwischen den Anschlüssen Siders-West und Sitten-Ost.
Dem 26-jährigen französischen Staatsangehörigen wurde der Führerausweis noch vor Ort entzogen.
Er wurde bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt sowie bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, die eine Untersuchung eingeleitet hat.
Rücksichtnahme und Sicherheit für das Strassenpersonal
Beim Annähern an eine Baustelle sind besondere Vorsicht und die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen von entscheidender Bedeutung. Kantoniere sowie Mitarbeitende, die Unterhalts-, Asphaltierungs- oder andere Strassenarbeiten ausführen, sind regelmässig in unmittelbarer Nähe des fliessenden Verkehrs tätig und dadurch den Gefahren des Strassenverkehrs besonders ausgesetzt.
Die Kantonspolizei erinnert alle Verkehrsteilnehmenden daran, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren, die Signalisation zu beachten und sich beim Annähern an jede Baustelle, auch an eine temporäre, besonders aufmerksam zu verhalten.
Langsamer fahren heisst auch, jene zu schützen, die auf unseren Strassen arbeiten.



