Schweizerische Kriminalprävention: Neues Faltblatt «Pornografie: Alles, was Recht ist»

Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) startet mit dem Faltblatt «Pornografie: Alles, was Recht ist» eine neue Reihe an Informationsbroschüren über die rechtliche Einbettung verschiedenster Themen der Kriminalprävention. Dies gemäss dem Grundsatz: Wissen schafft Handlungssicherheit und kann vor bösen Überraschungen schützen! Das Faltblatt informiert über legale und illegale Pornografie im Zusammenhang mit der Internetnutzung von Jugendlichen.

Jugendliche in der Schweiz haben heutzutage fast uneingeschränkten Zugang zu Pornografie, der auch häufig genutzt wird. «Jugend und Pornografie» ist deshalb ein medialer «Dauerbrenner». Die rechtlichen Grenzen des jugendlichen Pornokonsums sind jedoch selten Gegenstand der Debatte. Der Forschung ist aber zu entnehmen, dass die Rechtslage beim Pornokonsum zu wenig bekannt ist, das Wissen darum aber Handlungssicherheit verschaffen kann. Dies auch für Eltern und Erziehungsberechtigte, die sich heutzutage kaum mehr erlauben können, das Thema Internetpornografie mit ihren Kindern und Jugendlichen nicht zu diskutieren. Was soll eine Mutter tun, die ein Nacktfoto ihrer 15-jährigen Tochter auf deren Smartphone entdeckt? Wie ist es einzuschätzen, wenn eine Gruppe Jugendlicher unter 16 Jahren sich zur allgemeinen Belustigung einen Video-Abend auf Youporn macht? Soll der Trainer einer Juniormannschaft die Polizei einschalten, wenn er Zeuge wird, dass ein 13-Jähriger einem Gleichalterigen ein Filmchen sendet, das eine Frau beim Sex mit einem Esel zeigt? Mit solchen und ähnliche Fragen ist die SKP häufig konfrontiert. Das Verbot von Kinderpornografie und sexueller Handlungen mit Kindern ist wohl grösstenteils bekannt. Das Wissen um Schutzalter, Umgang Jugendlicher mit Pornografie, Sexting und illegaler Pornografie ist jedoch dürftig. Kaum ein Erwachsener weiss, wie er diese Themen im Rahmen der sexuellen Aufklärung weitergeben kann. Das Faltblatt der SKP gibt kurz und knapp Auskunft über die wichtigsten Gesetzesartikel zum Thema und soll einen Beitrag dazu leisten, dass einerseits Jugendliche ihre sexuelle Neugier in aller Legalität ausleben können und andererseits Eltern und Erziehungsberechtigte Sicherheit in der Diskussion über diese heiklen Themen gewinnen. Die Broschüre kann auf jedem Polizeiposten bezogen werden. Sie steht in deutscher, französischer und italienischer Sprache zur Verfügung.

2017-01-13T08:25:59+00:00 4 Februar 2014|Kategorien: Kriminalprävention|Tags: |