ACHTUNG LAWINENGEFAHR!

Nach den ergiebigen Schneefällen in den letzten Tagen erhöht sich die Lawinengefahr ausserhalb markierter Pisten erheblich. Für das kommende Wochenende empfehlen Spezialisten einige grundsätzliche Regeln zu beachten. In der Wintersaison 2014/15 verloren im Kanton Wallis 12 Personen ihr Leben nach Lawinenniedergängen. Das SLF, der Schweizer Bergführerverband und die Kantonspolizei, sowie alle anderen Spezialisten, möchten allen Freeridern und Tourenskifahrern für das kommende Wochenende die erhöhte Lawinengefahr in Erinnerung rufen. Für das Wochenende besteht wieder eine erhöhte Lawinengefahr ausserhalb markierter Pisten, aber hervorragende Bedingungen auf den Pisten. Die Lawinengefahr hat sich erhöht. Sie bewegt sich in den Gefahrenstufen 3 erheblich bis 5 sehr gross. In gewissen Regionen im Unterwallis ist die Lawinengefahr gross bis sehr gross (4-5). Die Gefahrenstufe 3 „erheblich“ bedeutet, dass mit Neuschnee und starkem Wind umfangreiche Triebschneeansammlungen entstanden sind. Lawinen können bis auf den Boden durchreissen und gefährlich gross werden. Fernauslösungen sind möglich. Bei Gefahrenstufe 4 (gross) können sich einzelne spontane Lawinen lösen. Es wird bei der Gefahrenstufe 4 (gross) empfohlen, auf das Skifahren ausserhalb markierter Pisten oder auf Touren zu verzichten. Bei der Gefahrenstufe 3 (erheblich) sollten Skifahrer ausserhalb markierter Pisten eine gewisse Erfahrung oder sogar bereits Kurse absolviert haben. Nicht zu vergessen ist auch die nötige Ausrüstung. (Lawinensuchgerät, Sonde, Schaufel, Kommunikationsmittel und Airbag). Wie bereits erwähnt, gelten die ersten Tage nach Neuschnee als besonders gefährlich für Lawinenniedergänge und die Gefahrenstufe ist erneut „erheblich“. Für Freerider oder Tourenskifahrer ist an diesem Wochenende besondere Vorsicht geboten. Wenn Sie nicht genügend Kenntnis, oder die nötige Erfahrung aufbringen, und Sie nicht von einem Bergführer begleitet werden, sollten Sie die markierten Pisten nicht verlassen. Über die nötige Ausrüstung zu verfügen, aber die Risiken nicht richtig einzuschätzen, ist keine Lebensversicherung. Bereits nach 15 Minuten verringern sich die Überlebenschancen erheblich.

2017-01-13T08:27:56+00:00 7 Januar 2016|Kategorien: Medienmitteilungen|Tags: |