Als «Geldesel» für Kriminelle arbeiten?

Die Kantonspolizei wird immer wieder auf zwielichtige Stellenangebote aufmerksam. Gesucht werden dabei Finanzagenten (Money Mules), welche deliktisch erwirtschaftetes Geld ins Ausland transferieren sollen.

Jobangebote dieser Art sind hauptsächlich auf Internet-Plattformen zu finden. Darin werden hohe Provisionen bei geringem Arbeitsaufwand in Aussicht gestellt. Die Internetseiten wirken seriös und gelegentlich werden auch existierende Firmenbezeichnungen missbraucht.

Zunächst müssen Interessenten nur ihr Bankkonto zur Verfügung stellen, damit darauf Gelder überwiesen werden können. Kurze Zeit später erfolgt die Aufforderung, diese Beträge abzuheben und per Postsendung oder mit Hilfe eines Geldtransfer-Services ins Ausland zu transferieren. Vermehrt wird auch ein Wechsel der Vermögenswerte in eine Kryptowährung gefordert. Das Geld stammt meist aus deliktischen Handlungen im Bereich der Internetkriminalität oder des Drogen- und Menschenhandels.

Money Mules (dt. Geldesel) sind zwar nicht direkt in diese Handlungen involviert. Sie machen sich jedoch der Geldwäscherei strafbar, indem sie Gelder ins Ausland verschieben und so die illegale Herkunft verschleiern.

Werden Sie nicht zum Finanzagent! Sie schützen sich, indem Sie:

  • bei Jobangeboten mit raschen Verdienstmöglichkeiten ohne entsprechenden Arbeitsaufwand grundsätzlich misstrauisch sind.
  • Ihre Bankkonten nie Dritten zur Verfügung stellen.
  • Ihre Bankangaben und persönliche Angaben nur an Personen weitergeben, die Sie kennen und denen Sie vertrauen.
  • niemals Geld von Ihrem Konto weiterleiten, dessen Herkunft Sie nicht zweifelsfrei kennen. Lassen Sie solche Gelder durch Ihre Bank an den Absender zurücküberweisen.
  • vertiefte Abklärungen zum vermeintlichen Arbeitgeber tätigen.
  • Stellenangebote, bei denen Sie auf Ihrem Bankkonto Gelder empfangen und in irgendeiner Form weiterleiten müssen, umgehend der Polizei melden.
2018-09-24T08:51:41+00:0024 September 2018|Kategorien: Kriminalprävention, Medienmitteilungen|Tags: |