Am Samstag, 3. Oktober 2020 um 15:30 Uhr, fand die letzte Sitzung des Kantonalen Führungsorganes (KFO) statt. Dabei wurde entschieden, die Wetterwarnung auf 16:30 Uhr hin aufzuheben, wobei in gewissen Gebieten weiterhin Vorsicht geboten ist. Die Ereignisse in den letzten Stunden waren zahlreich, jedoch nicht schwerwiegend. Es sind keine Personen verletzt worden.

In den letzten Stunden ereigneten sich in verschiedenen Gebieten im Oberwallis, insbesondere in den Südtälern Steinschläge, Schlammlawinen und Erdrutsche. Die definitive Anzahl der Schadensmeldungen liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in gesicherter Form vor.

Im Goms wurde aufgrund des Wasserpegels der Rhone die Gefahrenstufe 4 von 5 erreicht, währenddessen in anderen Regionen die Gefahrenstufe 2 bzw. 3 verzeichnet wurde. Aufgrund der Unwetter führte die Rhone mehrere tausend Kubikmeter Holz mit, welche sich nun hin zur Mündung am Genfersee verschieben. Das Entfernen aus dem Wasser wird so rasch wie möglich durchgeführt. Für die Schifffahrt auf dem Genfersee ist in den kommenden Tagen jedoch Vorsicht geboten, da Baumstämme und Äste auf dem See treiben könnten.

Spaziergänge in der Nähe von Wasserläufen oder im Bereich von instabilem und rutschigem Gelände sollten strikte vermieden werden.

Die gemessene Niederschlagsmenge an der Station Binn ergab, mit 265 mm in 24 Stunden, den höchsten Wert seit dem Jahr 1864.