Am Samstag, 23. Januar 2021 löste sich im Gebiet «Chassoure» bei Nendaz ausserhalb der gesicherten Pisten eine Lawine. Eine Person verstarb, eine weitere zog sich Verletzungen zu.

Der Vorfall ereignete sich gegen 12:20 Uhr im Gebiet Chassoure (Gemeinde Nendaz). Ein Bergführer befand sich mit drei Gästen ausserhalb des Skigebietes auf der Abfahrt.

Aus derzeit nicht geklärten Gründen löste sich auf einer Höhe von 2’700 m ü. Meer eine Lawine und riss den Bergführer und einen seiner Gäste mit. Wintersportler, welche den Lawinenniedergang beobachtet hatten, alarmierten die Rettungskräfte.

Die Lawine erstreckte sich über eine Länge von 900 Metern und eine Breite von 300 Metern. Den Einsatzkräften gelangt es, die Verschütteten unter den Schneemassen zu orten und zu bergen. Sie wurden anschliessend mit dem Helikopter ins Spital von Sitten eingeliefert.

Der Bergführer, ein 56-jähriger Walliser mit Wohnsitz im Mittelwallis, verstarb später im Spital.

Beim Verletzten handelt es sich um einen 60-jährigen Waadtländer, mit Wohnsitz in der Waadt. Er befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Eingesetzte Mittel: Kantonspolizei – Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144) – Air-Glaciers/Maison FXB du Sauvetage (mit 3 Helikopter) – Notarzt – Lawinenhundeführer (Hundestaffel).

Die Kantonspolizei weist erneut eindringlich auf die verbreitet erhebliche Lawinengefahr hin. Gemäss dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF ist die Zusammensetzung der Schneedecke in diesem Winter aussergewöhnlich.

Die Gefahr ist unsichtbar. Mit Neuschnee und Wind entstanden gebietsweise weitere Triebschneeansammlungen, wodurch die Lawinengefahr bestehen bleibt oder sogar verschärft wird.