Oberwallis: Enkeltrickversuche – Wache Senioren

Der Enkeltrick ist eine Form des Trickbetruges, bei welchem dem Geschädigten von einem vermeintlichen Verwandten oder aber Bekannten Geld für ein Darlehen erbettelt wird. Dabei wird dem Geschädigten oftmals eine komplizierte Geschichte (Krankheit, Notlage, finanzieller Engpass)  erzählt. Meistens muss der angebliche Verwandte/Bekannte einen Freund schicken, um das Geld  abzuholen, da er selbst verhindert ist. Nicht selten wird das Opfer unter Zeitdruck gesetzt und es wird auf eine rasche Übergabe des Geldes gedrängt. Mit diesem Druck und den ständigen Anrufen soll verhindert werden, dass das Opfer die Zeit hat, mit jemandem über diese Angelegenheit zu sprechen, sich Rat zu holen oder aber um die Angelegenheit nochmals zu überdenken.

In den letzten Wochen wurden der Kantonspolizei drei Versuche gemeldet. Die Rentner reagierten richtig, gingen nicht auf die Forderungen ein und meldeten sich bei der Kantonspolizei.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie einen angeblichen Verwandten am Telefon nicht sofort erkennen. Stellen Sie ihm Fragen, die nur echte Familienmitglieder richtig beantworten können.
  • Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon. Sagen Sie bei angeblichen Notfällen, Sie müssten erst Rücksprache halten und legen Sie einfach den Hörer auf. Dann wählen Sie eine Ihnen vertraute Nummer Ihrer Familie und überprüfen die Informationen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte! Wenn Sie einem Verwandten etwas schenken wollen, dann tun Sie das immer persönlich.
  • Geben Sie niemandem Auskünfte über Ihr Vermögen im Haus oder auf der Bank sowie Angaben zu Ihrer Bankverbindung.
  • Wenn Ihnen ein Anrufer verdächtig vorkommt oder Sie geschädigt wurden, informieren Sie sofort die Polizei (Notruf: 117)

Zusätzliche Informationen zum Enkeltrick sowie wertvolle Informationen zu weiteren Betrugsdelikten finden Sie auf der Internetseite der Schweizerischen Kriminalprävention, abrufbar über  www.skppsc.ch

2017-02-01T10:04:39+00:00 31 Januar 2017|Kategorien: Kriminalprävention, Medienmitteilungen|