Die Kantonspolizei hat zwischen Herbst 2019 und Frühling 2020 mehrere Personen festgenommen, welche eines umfangreichen Betäubungsmittelhandels verdächtigt werden.

Der Kantonspolizei gelang es, im Unterwallis die Aktivitäten eines Wallisers und Waadtländers zu beenden. Diese stehen im Verdacht, in einen umfassenden Drogenhandel verwickelt zu sein. Ende 2019 kontrollierte die Eidgenössische Zollverwaltung bei der Einreise aus Frankreich den 43-jährigen mutmasslichen Haupttäter aus dem Wallis. In seinem Auto fanden die Agenten 40 Kilogramm Haschisch und 1.499 Gramm Kokain. Die Kantonspolizei verhaftete kurz darauf in St-Maurice seinen Komplizen, einen 25-Jährigen Waadtländer.

Die Ermittlungen führten im Raum St-Maurice, Bex, Lavey und Saxon zudem zur Beschlagnahme von rund 30 Kilogramm Cannabis-Produkten, 400 Gramm Kokain und 400 Ecstasy-Pillen. Die Betäubungsmittel waren bereits zum Verkauf abgepackt. Zudem stellte die Polizei CHF 100’000.00 sowie mehrere tausend Euro, diverse Schusswaffen und wertvolle Uhren sicher.

Der mutmassliche Haupttäter, welcher in St-Maurice einen CBD-Laden führt, hatte in seinem Geschäft Drogen verkauft sowie Konsumenten und Händler im Gebiet des Chablais und Mittelwallis beliefert. In diesen Handel waren mehrere Personen involviert, darunter auch der Waadtländer, welcher in St. Maurice verhaftet worden war. Sie befinden sich noch in Haft.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. In den kommenden Monaten wird der Fall vor Gericht behandelt.

Im Rahmen dieser und weiterer, parallel geführter Ermittlungen haben die Untersuchungsbehörden insgesamt 20 Personen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz befragt und angezeigt. Mehrere Personen sind dabei in Untersuchungshaft gesetzt worden.

Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Generell hat sich die Kriminalität im Wallis, in dem es keine rechtsfreie Zone oder offene Drogenszene gibt, auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Auch in Zukunft wird die Kantonspolizei alles daran setzen, um dieses Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Der Kampf gegen die Betäubungsmittel bleibt dabei eine prioritäre Aufgabe.