Im April hat die Kantonspolizei Wallis drei Raserdelikte sowie einen Fall von AdBlue-Betrug registriert. Seit Jahresbeginn beläuft sich die Zahl der erfassten Raserdelikte auf insgesamt elf.
Am Sonntag, 5. April 2026, kurz nach 8 Uhr, fuhr ein 45-jähriger Schweizer Automobilist auf der Kantonsstrasse in Visp. Er wurde auf einem auf 50 km/h begrenzten Abschnitt mit einer Geschwindigkeit von 114 km/h gemessen. Ihm wurde der Führerausweis noch vor Ort entzogen.
Am Montag, 20. April 2026, kurz nach 15 Uhr, wurde ein 68-jähriger Schweizer auf der Furkastrasse in Niederwald mit einer Geschwindigkeit von 151 km/h statt der erlaubten 80 km/h gemessen. Auch ihm wurde der Führerausweis umgehend entzogen.
Am Montag, 27. April 2026, kurz vor 12 Uhr, wurde ein 46-jähriger portugiesischer Lenker auf der Route de Riddes in Aproz mit 75 km/h statt der erlaubten 60 km/h gemessen. Kurz darauf wurde er vom selben Gerät mit einer Geschwindigkeit von 141 km/h erneut erfasst, als er in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Die Einsatzkräfte entzogen ihm umgehend den Führerausweis.
Die Betroffenen wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt sowie bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, welche entsprechende Untersuchungen eingeleitet hat.
Funktionsstörung des AdBlue-Abgasreinigungssystems
Am Donnerstag, 16. April 2026, kurz vor 17 Uhr, wurde ein in den Niederlanden immatrikuliertes Sattelmotorfahrzeug von Spezialisten des Kompetenzzentrums für Schwerverkehr in St-Maurice kontrolliert. Am Steuer befand sich eine 28-jährige niederländische Lenkerin.
Auf der Fahrt von Martinach in Richtung Lausanne wurde das Fahrzeug zum Kontrollzentrum in St-Maurice umgeleitet. Eingehende technische Überprüfungen ergaben eine Softwaremanipulation am elektronischen Steuerungsmodul (ECM). Zudem wurden mehrere Verstösse im Zusammenhang mit den Arbeits- und Ruhezeiten festgestellt.
Die Lenkerin sowie das verantwortliche Tansportunternehmen wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt angezeigt. Die Busse beläuft sich insgesamt auf rund 10’000 Franken. Vor der Weiterfahrt wurde das Fahrzeug wieder vorschriftsgemäss instandgesetzt
Die Kantonspolizei Wallis setzt ihre Kontrollen weiterhin entschlossen fort, um betrügerische Manipulationen an Abgasnachbehandlungssystemen zu bekämpfen. Diese Verstösse, die darauf abzielen, Emissionsvorschriften zu umgehen, stellen eine direkte Bedrohung für die Umwelt dar und führen zu unlauterem Wettbewerb gegenüber gesetzestreuen Transportunternehmen.



