Wallis: Polizei warnt vor dem Enkeltrick

Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren und um ihre Ersparnisse gebracht werden. Kürzlich ging bei uns eine Anzeige eines solchen Vergehens ein, wonach eine Person um CHF 40’000.– betrogen wurde. Zusätzlich wurde uns ein weiterer Versuch gemeldet.

Betrüger rufen meist ältere und allein lebende Personen an und geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus. Sie bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht. Das kann ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf sein. Die Lage wird immer äusserst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Hat die Person die geforderte Summe nicht direkt verfügbar, wird sie gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. In letzter Zeit sind auch vermehrt Migranten aus Italien betroffen. Die sehr gut italienisch sprechende Täterschaft sucht sich italienisch klingende Namen aus dem öffentlichen Telefonbuch aus und nimmt mit ihnen telefonischen Kontakt auf. Die Kantonspolizei Wallis geht davon aus, dass durch die Nähe zu Italien und dem recht hohen Anteil an Migranten in nächster Zeit vermehrt aus Italien stammende Personen kontaktiert werden. Die Polizei rät: • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. • Wählen Sie eine Ihnen vertraute Nummer Ihrer Familie und überprüfen Sie die Informationen. • Geben Sie keine Details über Ihr Barvermögen oder auf der Bank bekannt. • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. • Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 117, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

2017-01-13T08:25:42+00:00 6 November 2013|Kategorien: Kriminalprävention, Medienmitteilungen|