Am 11. August 2019 verursachte ein starkes Gewitter zahlreiche Schäden in verschiedenen Regionen des Kantons. In Chamoson wurden zwei Fahrzeuge von den Fluten mitgerissen. Zwei Personen werden seither vermisst.

Im Gebiet von Leytron/Chamoson löste das Gewitter entlang des Bachbettes der Losentze sintflutartige Erd- und Wassermassen aus, welche zwei Personenwagen mitrissen. In einem Fahrzeug befanden sich zwei Personen, welche seither vermisst werden. Es handelt sich um einen 37-jährigen Mann aus dem Kanton Genf und um ein 6-jähriges Mädchen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Im Einsatz stehen die Gemeinde- und Kantonspolizei, die Rettungskolonne, der Zivilschutz und die Feuerwehr. Zudem wurde ein Helikopter aufgeboten. Insgesamt sind mehr als 70 Einsatzkräfte mit der Suche nach den beiden Vermissten beschäftigt. Der Einsatz wurde in der Nacht – unter Berücksichtigung der Witterung und möglicher Risiken – fortgesetzt. Im Verlauf der Nacht wurde das Fahrzeug, in welchem sich keine Insassen befunden hatten, in der Nähe eines Schiessstandes ausserhalb Chamoson gefunden.

Bilanz für den Kanton Wallis:

Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis erhielt zwischen 18:20 und 21:00 über 1000 Anrufe, darunter mehr als 100 Alarmanrufe über die 118 (Feuerwehr).
Im Mittelwallis entstanden durch umgestürzte Bäume, überschwemmte Keller und abgedeckte Dächer erhebliche materieller Schäden. Personen wurden nicht verletzt. Verschiedene Strassen mussten nach Erdrutschen gesperrt werden. Die aktuelle Strassensituation ist auf der Internetseite der Kantonspolizei Wallis «Strassenzustand» ersichtlich. https://sitonline.vs.ch/transports_communication/Police_trafic/de/

Zur Erinnerung:
Bei schlechtem Wetter ist es unbedingt zu vermeiden, in der Nähe von Wasserläufen zu parken. In den Alpen können bei lokalen Gewittern Bäche und kleine Flüsse rasant ansteigen.

Präventiv-Meldung:
Chamoson: Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist es nach den starken Niederschlägen bis auf weiteres verboten, sich näher als 20 Meter den Brücken des Losentze – Cry und des St-André zu nähern.